Seminar: Bestimmen von Gräsern

"Gräser" gelten gemeinhin als schwierig – zu unrecht. Dieser Kurs soll eine Einführung in die 3 wichtigsten Gräsergruppen geben: die Süßgräser = "Echte Gräser" (Poaceae), die Sauergräser (Cyperaceae) und die Binsengewächse (Juncaceae). An 5 Terminen à 3 bis 4 Stunden wird mit Hilfe von Stereolupen ein großer Teil der auf dem Bonner Stadtgebiet vorkommenden Vertreter vorgestellt und bestimmt.

Bestimmungsschwierigkeiten ergeben sich oft beim Einstieg in diese Familien durch die z. T. sehr stark abgeleiteten Einzelblüten (besonders von Süß- und Sauergräsern) und das Zusammentreten der Einzelblüten zu dichten Blütenständen. Hat man den grundlegenden Bauplan dieser Familien verstanden, bereiten nur noch vergleichsweise wenige Arten Probleme, z. T. auch durch die geringe Größe der Blütenorgane. Beim ersten Termin wird daher eine längere Einführung in den Aufbau der Blüten und Blütenstände der verschiedenen Gräserfamilien gegeben.

Termine (samstags 14 – ca. 17 Uhr): 13.5., 27.5., 17.6., 24.6. und 19.8.
Anmeldung über den Freundeskreis Botanische Gärten der Universität Bonn e.V. :
Telefon: 0228 / 73 4721 oder über E-Mail: botgart-freunde@uni-bonn.de

Blühendes Ährchen der Aufrechten Trespe (Bromus erectus) aus der Familie der Süßgräser (Poaceae): Man sieht die honiggelben Staubbeutel, die an langen dünnen Staubfäden aus dem Ährchen heraushängen. Die weißen Püschel sind die federig verzweigten Narbenäste, mit denen der Pollen aus der Luft gekämmt wird. Die Aufrechte Trespe ist ein Magerkeitszeiger, der in verschiedenen Wiesentypen auf relativ trockenen Bödenvorkommt.
(Foto: © Harald Geier)

Teil einer weiblichen Ähre der Schnabel-Segge (Carex rostrata) aus der Familie der Sauergräser (Cyperaceae): Man sieht sehr gut die je 3 weißen Narbenäste, die aus den für die Gattung der Seggen typischen Schlauch herausragen. Die Schnabel-Segge kommt an sehr nassen Standorten vor, häufig im Uferbereich stehender oder langsam fließender eher saurer Gewässer.
(Foto: © Harald Geier)